3 Online-Trends, die global agierende Einzelhändler beachten müssen
 
Chris Hutchins AvatarVon: Chris Hutchins
08. März 2016

3 Online-Trends, die global agierende Einzelhändler beachten müssen

Welche digitalen Trends haben Einfluss auf die globalen Expansionsbemühungen Ihres Unternehmens? Erfahren Sie mehr in unserem exklusiven Bericht.

 

Eine Expansion in neue, internationale Online-Märkte wird auch in Zukunft eine clevere Strategie für die meisten Unternehmen sein. Wie A.T. Kearney kürzlich schrieb: „Auf globaler Ebene erwerben Einkäufer mehr Produkte online ... unverkennbar eine große Chance (zur Expansion)“. Und die Unternehmensberatung führte weiter aus: „Auf vielen aufstrebenden, schnell wachsenden Märkten ist das Internet die sicherste und schnellste Möglichkeit, um Produkte von internationalen Marken zu kaufen“.

Wir haben diesen risikoarmen Ansatz über einen langen Zeitraum vertreten. Unternehmen können unkompliziert und kostengünstig übersetzte Websites auf neuen Märkten implementieren, um digitale „Schaufenster“ für ihre Marken einzurichten, das Kundeninteresse zu bewerten und interessierten Kunden mehr Produkte zu verkaufen.

Doch welches sind die wichtigsten digitalen Trends, die sich aktuell auf Online-Märkten beobachten lassen? Und welche haben Einfluss auf die globalen Expansionsbemühungen Ihres Unternehmens?

Um dies herauszufinden, haben wir kürzlich die Leistungsfähigkeit fünf internationaler, von MotionPoint betriebener Websites untersucht. Diese Websites bedienen die Märkte in den USA, Europa und China. Drei dieser Unternehmen sind Online-Modehändler, die anderen beiden stellen Kosmetik her und vertreiben diese. Die Einblicke, die wir Ihnen nachfolgend präsentieren, basieren auf exklusiven Daten und Analysen von Victoria Bloyer, Global Online Strategist unseres Global Growth Teams.

Nun möchten wir Ihnen die drei Online-Trends vorstellen, die Ihr Unternehmen unbedingt beobachten sollte:

Mobilgeräte und Tablets: Die Geister sind geweckt

In den kommenden 18 Monaten werden die mobilen Seitenzugriffe erwartungsgemäß die Seitenzugriffe über Desktop-Geräte immer mehr übertreffen. (Im Jahr 2014 hat die Gesamtanzahl an Seitenzugriffen auf mobile Websites die Seitenzugriffe auf Desktop-Websites überschritten und diese Entwicklung setzt sich ununterbrochen fort.) Allerdings prognostizieren einige Analysten, dass auch die Umsätze durch Nutzer von Mobilgeräten und Tablets die Umsätze durch Nutzer von Desktop-PCs in zahlreichen E-Commerce-Bereichen schon bald in den Schatten stellen werden.

„Wir erleben aktuell, dass sich Verbraucher wohler fühlen, wenn sie über Mobilgeräte shoppen“, verriet ein E-Commerce-Manager kürzlich Econsultancy. „Ich gehe davon aus, dass sich dieser Trend 2016 fortsetzen wird. Daher erwarte ich neben die durch Umsetzungsratenoptimierung (Conversion Rate Optimization, CRO) zu erwarteten Steigerungen, weitere, im Hintergrund stattfindende Steigerungen der mobilen Umsetzungsraten.“

Diese Einschätzung deckt sich mit einem aktuellen Bericht von Gartner, der von einem Multichannel-Merchant-Mitarbeiter aufgeführt wurde, der prognostiziert, dass innerhalb des nächsten Jahres die Hälfte des Gesamtumsatzes des US-amerikanischen D-Commerce über den M-Commerce erzielt werden wird. Und tatsächlich tätigen aktuell knapp ein Drittel der US-amerikanischen Verbraucher Einkäufe über Mobilgeräte.

Smartphones und Tablets sind leistungsstarke Tools, die hohe Umsätze generieren. Seitdem der Modehändler American Eagle auf seiner M-Commerce-Website eine mobile Chat-Funktion für seine Zielgruppe implementiert hat, die primär Mobilgeräte nutzt, hat über die Hälfte der Kommunikation über diese beratende Chat-Funktion zu Umsätzen geführt, wie ein Redakteur des Multichannel Merchant angab.

MotionPoint kann bei den internationalen Websites, die das Unternehmen für seine Kunden betreibt, bereits seit Längerem einen enormen Anstieg der Seitenzugriffe, Transaktionen und Umsätze über Mobilgeräte und Tablets beobachten. Aktuell erfolgen 35 % aller Zugriffe auf die Websites dieser fünf international agierenden Kunden über Mobilgeräte. 20 % der gesamten Seitenzugriffe erfolgen über Tablets.

Interessanterweise liegen die durchschnittlichen Umsetzungsraten bei Tablets knapp 115 % höher. (Bei Tablets liegt dieser Wert bei 2,86 %, bei Mobilgeräten bei 1,34 %.) Bei Tablets liegen die Absprungraten um 5 bis 10 Prozentpunkte unter denen von Smartphones.

„Dies ist ein globaler Trend, den wir bereits seit einigen Jahren beobachten können“, erklärt Bloyer. „Dabei gilt allgemein, dass Smartphones zum Stöbern und Tablets zum Kauf genutzt werden. Nutzer greifen häufig zuerst zu ihren Smartphones, um Produkte zu suchen und sich darüber zu informieren, um anschließend über ihr Tablet den Einkauf zu tätigen.“

Auch in einer separaten Studie über den deutschen Markt konnte MotionPoint feststellen, dass die Umsetzungsrate bei Tablets um mehr als 90 % über der von Smartphones liegt, und dass es diese Entwicklung bereits seit einigen Jahren gibt. Darüber hinaus unterstützen auch unabhängige Berichte diese Annahme.

„Da das Stöbern nach Produkten primär über Smartphones stattfindet“, rät Bloyer, „sollte neben der Einführung übersetzter, mobiler Websites auf internationalen Märkten ebenfalls unbedingt in Erwägung gezogen werden, diese möglichst mobilfreundlich und reagierend zu gestalten. Die Bereitstellung mobilfreundlicher, detaillierter Produktbilder und -Beschreibungen hat einen enormen Einfluss auf Online-Einkäufer, besonders im Hinblick auf die spätere Entscheidung für oder gegen einen Kauf.“

Soziale Medien erleben ein atemberaubendes globales Wachstum

Dank der ständig steigenden Anzahl an Inhabern von Smartphones auf aufstrebenden Märkten, auf denen Konsumenten primär über Mobilgeräte auf das Internet zugreifen, erlebt auch die weltweite Nutzung sozialer Medien in den letzten Jahren einen Boom. Und dieser Prozess wird kaum aufzuhalten sein. Laut Angaben von Social Media Today, Statista, Facebook und Smart Insights:

  • gibt es aktuell 2,2 Milliarden aktive Social-Media-Nutzer, dies entspricht einem Anteil von 30 % der Weltbevölkerung
  • wird diese Anzahl bis zum Jahr 2018 auf 2,5 Milliarden ansteigen, dies stellt gegenüber dem Jahr 2015 ein Wachstum von 24 % dar
  • gewinnt Facebook täglich 500.000 neue Nutzer hinzu, dies sind pro Sekunde 6 neue Profile
  • leben knapp 85 % der Facebook-Nutzer, die täglich auf das Netzwerk zugreifen außerhalb der USA und Kanadas
  • stammen die meisten der neuen Social-Media-Nutzer aus der Region Asien-Pazifik und die meisten neuen Internet-Nutzer aus ostasiatischen Märkten, gefolgt von Südasien

Unsere Daten weisen darauf hin, dass auf den im Rahmen dieser Studie untersuchten, internationalen Märkten ein explosionsartiger Anstieg der Nutzung sozialer Netzwerke stattfindet.

„Während die Anzahl an Seitenzugriffen durch Weiterleitungen über Social-Media-Websites von Markt zu Markt und Website zu Website stark variiert“, erklärt Bloyer, „entstehen aktuell einige leistungsstarke Trends, besonders wenn man die vergangenen sechs Monate mit älteren Benchmarks vergleicht.“

In den vergangenen sechs Monaten ist die Anzahl an Seitenzugriffen über Weiterleitungen durch Facebook auf die von MotionPoint betriebenen und übersetzten Websites um über 40 % angestiegen. Facebook verdrängt zunehmend nationale soziale Netzwerke und hat mittlerweile auf zahlreichen internationalen Märkten eine Monopolstellung inne, wie man dies auch bewerten möchte.

Die Anzahl an Seitenzugriffen über Weiterleitungen über Pinterest ist um knapp 25 % gestiegen. Dies ist vor allem auf die wachsende Nutzerbasis von Pinterest auf internationalen Märkten, vor allem China, Indien und Indonesien, zurückzuführen. (Wir gehen davon aus, dass ebenfalls der im Jahr 2015 eingerichtete „Kaufen“-Button einen enormen Anteil am Anstieg der Seitenzugriffe über Weiterleitungen über Pinterest hat.)

Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass Twitter aktuell einen beunruhigenden Einbruch erleidet. Die Anzahl an Seitenzugriffen durch Weiterleitungen auf unsere internationalen Websites ist in den vergangenen sechs Monaten um knapp 30 % eingebrochen. Dies deckt sich mit den kürzlichen Mitteilungen des Unternehmens, dass es in den letzten drei Monaten des Jahres 2015 insgesamt 2 Millionen Nutzer verloren hat. Das auf Fotos basierende Netzwerk Instagram hat heute mehr Nutzer als Twitter.

„Es wird sehr interessant sein, zu beobachten, wie sich die Social-Media-Landschaft in den nächsten sechs Monaten entwickeln wird“, sagt Bloyer. „Es könnte durchaus zu sehr interessanten Entwicklungen kommen, da es einige aufstrebende Plattformen gibt, die man beachten sollte. Ein sehr interessantes Beispiel ist Polyvore, eine beliebte Style-Community, über die Nutzer virtuelle „Outfits“ erstellen und teilen können. Auch die sozialen Inhalte von BuzzFeed erfreuen sich zunehmend wachsender Beliebtheit.“

Darüber hinaus konnten wir eine enorme Anzahl an Seitenzugriffen durch Weiterleitungen über Sina Weibo feststellen, eine chinesische Social-Media-Plattform. Kunden von MotionPoint, die Funktionen dieses chinesischen, sozialen Netzwerks in ihre E-Commerce-Websites integriert haben, erlebten einen Anstieg der Seitenzugriffe durch Weiterleitungen um 30 % und ein Umsatzwachstum von 10 % durch Nutzer dieses sozialen Netzwerks.

VK (ehemals VKontakte), eine russische Social-Media-Plattform, die sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreut, hat ebenfalls zum Anstieg der Seitenzugriffe auf unsere internationalen Websites durch Weiterleitungen beigetragen. In einer zweiteiligen Blog-Reihe, die wir kürzlich veröffentlicht haben, haben wir bereits detailliert über VK (und andere russische, soziale Netzwerke) informiert.

Monate mit Umsatzspitzen auf internationalen Märkten verstehen

US-amerikanischen Online-Händlern sind die „E-Commerce-Flauten im Sommer" bereits seit Langem bekannt. Daher haben sie viele clevere Methoden entwickelt, um das Kundeninteresse zu wecken und die mageren Umsatzzahlen bis zum erneuten Anstieg im Oktober zu kompensieren.

Allgemein erleben die weltweiten Umsatzzahlen des Einzelhandels immer im vierten Quartal jedes Jahres einen Aufschwung, doch dieses Phänomen lässt sich im E-Commerce „sogar noch intensiver“ beobachten, schrieb ein Branchenexperte der Federal Reserve Bank of St. Louis. Einzelhändler mit umfangreicher Kenntnis der Saisonalität und Umsatzspitzen auf internationalen Märkten erhalten die Möglichkeit, Produkte auf Lager zu halten und intelligent zu bewerben und so Umsätze zu generieren, die sie sich andernfalls entgehen lassen würden.

Nun möchten wir Ihnen die Umsatzspitzen vorstellen, die wir in unserer aktuellen Studie über unsere fünf Kunden herausfinden konnten. Bei den Kunden aus der Kosmetikindustrie waren dies folgende Monate:

  • im Februar, August und November kann die Kosmetikindustrie enorme Umsätze erzielen
  • im Februar wurde in der Kosmetikindustrie 176 % mehr Umsatz erreicht, als im Januar
  • im August lagen die Umsatzzahlen 212 % über denen im Juli
  • im November wurde 119 % mehr Umsatz erzielt als im Oktober

Online-Modehändler können im Vergleich zu Kosmetikunternehmen zu Beginn und in der Mitte des Jahres jeweils einen Monat später Umsatzspitzen erwarten. „Der meiste Umsatz wird im März, September und November erreicht“, erklärt Bloyer, „mit einem Umsatzwachstum von 31 %, 85 % bzw. 46 % gegenüber dem jeweiligen Vormonat.“

Die Umsatzspitzen in der Modebranche sind nicht so hoch bzw. ausgeprägt, wie die in der Kosmetikindustrie. „Das in Monate eingeteilte Diagramm sieht eher hügelig, als steil aus“, sagt Bloyer.

Wir sind der Ansicht, dass in der Kosmetikindustrie gegenüber der Modebranche (und anderen Einzelhandelssektoren) zu einem früheren Zeitpunkt des Jahres ausgeprägtere Umsatzspitzen auftreten, da Make-up über einen längeren Zeitraum genutzt werden kann und daher seltener gekauft wird.

„Der meiste globale Umsatz wird in den Monaten erzielt, in denen weltweit bekannte Shopping-Events stattfinden“, erklärt Bloyer. „Der hohe Umsatz im Februar lässt sich leicht auf den Valentinstag, die enormen Umsätze im November und Dezember auf die Weihnachtszeit zurückführen. Die Umsatzspitze im August ist möglicherweise den Konsumenten zu verdanken, die sich mit feuchtigkeitsspendenden Produkten für den Winter eindecken möchten und nach ansprechenden Farben für den Herbst und Winter suchen.“

Um den geringen Umsatz während der schwachen Monate aufzufangen, empfehlen wir, die Gründe dieser Umsatzeinbrüche herauszufinden und diesen durch gezielte, intelligente Marketingmaßnahmen entgegenzuwirken. Wir haben herausgefunden, dass auf internationalen Märkten eine Ansprache der Kunden per E-Mail besonders effektiv ist. Im vergangenen Jahr konnte ein Kunde von MotionPoint an einem Feiertag 43 % seines Tagesumsatzes durch eine lokalisierte E-Mail-Kampagne erzielen.

Blitz-Sales sind eine andere intelligente Maßnahme, um ihre treuesten internationalen Kunden dazu zu bewegen, auf ihren internationalen Websites Einkäufe zu tätigen.

„Das Ziel muss darin bestehen, durch Blitz-Sales Ihre bestehenden Kunden zu Einkäufen zu ermutigen“, schrieb kürzlich ein Mitarbeiter von Ecommerce Platforms. „Falls 1.000 Personen Ihre Website durchstöbern, haben Sie eine gute Chance, ein einzelnes Produkt auszuverkaufen, wenn Sie dieses im Rahmen eines Blitz-Sales bewerben. Häufig geht es darum, schnell zu agieren, um sich eine Geschäftschance nicht entgehen zu lassen.“

Um weitere Informationen über die enorme Bedeutung der Saisonalität für den E-Commerce zu erhalten, empfehlen wir Ihnen, unseren aktuellen Bericht zu diesem Thema zu lesen. Darin bieten wir Ihnen wertvolle Einblicke in das Einkaufsverhalten deutscher, französischer und russischer Verbraucher.

 

Chris Hutchins

Marketing Communications Specialist

Die Aufgabe von Chris Hutchins bei MotionPoint besteht unter anderem darin, Vertriebs- und Marketingmaterialien zu erstellen.

 

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