„Mobilegeddon“: Internationale Websites erwarten von Googles mobilfreundlichem Update drastische Auswirkungen
 
Chris Hutchins AvatarVon: Chris Hutchins
20. Mai 2015

„Mobilegeddon“: Internationale Websites erwarten von Googles mobilfreundlichem Update drastische Auswirkungen

Googles kürzliche Algorithmus-Änderung verursachte einen enormen Abfall der Anzahl an Seitenzugriffen auf die internationalen Websites vieler Unternehmen. Allerdings gibt es eine Heilung gegen das Mobilegeddon ...

 

Ende vergangenen Monats veröffentlichte Google sein mit Spannung erwartetes, mobilfreundliches Update, mit dem es Änderungen an seinem Suchalgorithmus vornimmt und die Anzahl der Suchergebnisse der für Mobilgeräte optimierten Websites nach oben schnellen lässt.

Dies war ein cleverer und zukunftsgerichteter Schritt, wenn man bedenkt, dass die Seitenzugriffe auf mobile Websites die Seitenzugriffe auf Desktop-Websites im vergangenen Jahr in den Schatten stellten. Außerdem verkündete Google kürzlich, dass in 10 Ländern (darunter die USA und Japan) mehr Websuchen über Mobilgeräte stattfinden als über Computer.

Es ist unstrittig: Die mobile Webnutzung ist von Dauer und wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Und in der Tat ergab eine Recherche aus dem Jahr 2012, dass sich fast drei Viertel der Konsumenten mobilfreundliche Websites wünschen.

Googles neuestes Update, das bei Bloggern auch unter den Namen „Mobilegeddon“ und „Mopocalypse“ bekannt ist, begünstigt aktiv für Mobilgeräte optimierte Websites und benachteiligt jene, die es nicht sind. Das Unternehmen warnte, dass Websites, deren Texte auf große Bildschirme ausgelegt sind und die Medien enthalten, die von Smartphones nicht unterstützt werden, einen „erheblichen Rückgang mobiler Suchergebnisse“ erleiden müssen.

Viele Webmaster nahmen sich das zu Herzen. In den zwei Monaten vor der Veröffentlichung des Updates stellte Google einen leichten Anstieg von etwa 5 % an mobilfreundlichen Websites fest.

Unternehmen, die diese Änderungen vornahmen, haben einen klugen Schritt gemacht, da Google nicht die einzige Suchmaschine ist, die in die Zukunft blickt. Microsoft folgt ebenfalls diesem Trend: „Wir planen in den kommenden Monaten auf mobilfreundliche Websites ausgelegte Änderungen an unserer Rankingpolitik“, schrieb letzte Woche ein Mitarbeiter der Microsoft-Suchmaschine Bing.

Was sind die genauen Auswirkungen von Googles Update? Wie ein Analyst schrieb, hatte es „nicht die gravierenden Auswirkungen, mit denen einige gerechnet hatten“. Das ist weitgehend solchen Unternehmen anzurechnen, die in den letzten Jahren ihre Websites mobilfreundlicher gemacht haben.

Allerdings weisen vorläufige Daten darauf hin, dass es große Verlierer unter einigen Websites gibt, darunter Reddit (-27 %), NBC Sports (-28 %), das U.S. Census Bureau (-23 %) und Walmarts Unternehmensportal (-31 %).

Und dies wird noch gravierendere Folgen für Unternehmen haben, die sich dieser neuen mobilen Realität nicht anpassen. „Sobald der Stein einmal ins Rollen gekommen ist“, schrieb ein Kolumnist kürzlich. „Man kann kaum darauf hoffen, dass Google seinen mobilfreundlichen Algorithmus wieder aufgeben wird ... zumindest nicht in naher Zukunft.“

Bei beinahe allen Berichten über Mobilegeddon wurden vor allem englischsprachige US-Websites berücksichtigt. Allerdings betrifft das mobilfreundliche Update Suchen von Mobilgeräten in allen Sprachen und Regionen. Diese Tatsache müssen Unternehmen unbedingt realisieren und verstehen.

Unternehmen, die neue internationale Online-Märkte erschließen möchten, oder sich bereits auf diesen befinden, müssen sich vor Augen halten, dass Smartphones auf Wachstumsmärkten eine große Rolle spielen und ihre Nutzung rapide zunimmt. (Siehe unten stehende Tabelle.) Internetnutzer in vielen dieser Länder nutzen vor allem ihre Smartphones, um auf das Internet zuzugreifen.

Laut einem Bericht von eMarketer wird die Internetnutzung über Smartphones alleine in diesem Jahr um 13 % steigen und im nächsten Jahr auf 2 Milliarden Nutzer ansteigen. Gemäß dem Bericht werden bis 2018 über ein Drittel aller Konsumenten weltweit ein Smartphone nutzen.

Ebenso werden wir Zeuge folgender Phänomene werden:

  1. Zunehmend allgegenwärtige, weltweite Marktdurchdringung durch Smartphones
  2. Ständig wachsende Möglichkeiten der Online-Expansion in neue internationale Märkte
  3. Weltweit eingesetzte, mobilfreundliche Suchalgorithmen nach dem Google-Vorbild

Unternehmen können es sich nicht leisten, sich gegenüber dem Trend mobiler Websites und Updates von Suchmaschinen-Algorithmen zu verschließen. Diejenigen, die das tun, werden enorme Markteinbußen erleiden.

Wir wissen das, weil unsere Untersuchungen dies bereits jetzt ergeben. Unsere Analyse bestätigt, das Mobilegeddon die Anzahl der Seitenzugriffe auf internationalen, mobilen Websites stark beeinflusst, eventuell sogar stärker als auf englischen Websites, was einerseits positiv, andererseits negativ ist.

Die MotionPoint-Perspektive

MotionPoint arbeitet mit Hunderten von Unternehmen zusammen, übersetzt deren englischsprachige Websites in andere Sprachen und optimiert die Inhalte dieser Websites, um eine optimale Einbindung und Umsetzung zu ermöglichen. In den vergangenen vier Wochen hat MotionPoint die Auswirkungen von Googles mobilfreundlichem Update auf 40 globalisierte Websites analysiert.

Diese 40 Websites gehören Unternehmen aus vielen verschiedenen Branchen, darunter Automobilindustrie, Bankwesen, Versicherungen, Einzelhandel und Tourismus. Um eine gründliche Analyse der Auswirkungen auf verschiedene Sprachen zu gewährleisten, haben wir in fast 10 verschiedenen Sprachen veröffentlichte Websites ausgewählt.

Diese internationalen Websites verfügten über eine konstante Anzahl an Seitenzugriffen über Mobilgeräte, bevor Google sein mobilfreundliches Update implementierte.

In den Monaten vor der Veröffentlichung des Updates benachrichtigten wir unsere Kunden, wenn deren Seitenzugriffe laut mobilfreundlicher Testanalyse der Google-Entwickler stark nachließen. Einige Kunden ergriffen Maßnahmen, um diese Probleme auf ihren englischsprachigen Websites zu beheben. Durch diese Änderungen konnten von MotionPoint betriebene, internationale Websites so modifiziert werden, dass sie heute ein mobilfreundliches Nutzungserlebnis bieten.

Andere Kunden reagierten nicht darauf.

Wir beobachteten die Anzahl der Seitenaufrufe, um die Auswirkungen des mobilfreundlichen Updates zu messen. (Wir haben Seitenaufrufe als Grundlage gewählt, da Google nicht konforme Websites mit einem niedrigeren Ranking in seiner Feststellung mobiler Suchergebnisse bestraft und sich dies in einer reduzierten Anzahl an Seitenaufrufen widerspiegelt.)

Unsere Ergebnisse waren außergewöhnlich. Alle Unternehmen, die unseren Empfehlungen folgten, ihre Websites mobilfreundlicher zu gestalten, verzeichneten mehr Seitenaufrufe durch mobile Seitenzugriffe. Einige der internationalen Websites erreichten einen Anstieg von über 40 %.

Es überrascht nicht, dass die Kunden, die die meisten (oder alle) von MotionPoints Empfehlungen umsetzten, den größten Zuwachs an Seitenaufrufen erzielten. Letztlich haben wir festgestellt, dass durch eine durchschnittlich 32%ige Behebung der mobilen Nutzungsprobleme ein Anstieg der Seitenaufrufe durch Mobilgeräte von 25 % und der Gesamtanzahl an Seitenaufrufen um 16 % erreicht werden konnte.

Bei Unternehmen, die unsere Empfehlungen nicht umsetzten, erhielten wir ganz andere Ergebnisse. Nach der Implementierung des mobilfreundlichen Updates ist die Anzahl der Websites, die mobile Nutzungsprobleme aufwiesen, tatsächlich gestiegen. Insgesamt stieg die Anzahl der Probleme auf diesen Websites um 35 %. Dies verursachte einen Rückgang der Seitenaufrufe über Mobilgeräte um 20 % und der Gesamtanzahl an Seitenaufrufen um 17 %.

Darüber hinaus lieferte die Analyse folgende Erkenntnisse:

  1. Unternehmen, die keine Maßnahmen ergriffen, um MotionPoints Empfehlungen umzusetzen, zeigten einen Rückgang von durchschnittlich 36 % der über Mobilgeräte erfolgten Seitenaufrufe ihrer Websites.
  2. Websites, auf denen einige Probleme behoben wurden, die aber weiterhin eine „mobil-unfreundliche“ Nutzung aufwiesen, zeigten einen Rückgang von durchschnittlich 28 %.

Es gibt zwei wichtige Erkenntnisse, die unsere Analyse für Unternehmen ergeben hat. Erstens müssen Unternehmen die Auswirkungen von Algorithmen-Updates wie Googles „Mobilegeddon“ ernst nehmen. Zweitens sollten sie prüfen, inwieweit solche Updates die Leistungsfähigkeit ihrer wichtigen, internationalen Websites beeinflussen, und dafür sorgen, dass ihre Seitenzugriffe (und somit die Umsetzung und Umsätze) in diesen globalen, Mobilgerät-versierten Wachstumsmärkten dadurch nicht beeinträchtigt werden.

Und ein Partner wie MotionPoint, der Empfehlungen, beste Praktiken und leistungsfördernde Optimierungen bietet, kann Ihnen angesichts der sich rasch ändernden SEO-Anforderungen eine besonders entscheidende Unterstützung bieten.

Ist Ihr Unternehmen dazu bereit, Smartphone-versierte Kunden auf neuen, internationalen Online-Märkten anzusprechen? Wenden Sie sich an uns. Unsere marktkundigen Experten für globales Wachstum haben mit diesem Aspekt tagtäglich zu tun und können Ihnen dabei helfen, Ihre globalen Websites den richtigen Kunden nahezubringen ... egal welches Gerät diese nutzen.

 

Chris Hutchins

Marketing Communications Specialist

Die Aufgabe von Chris Hutchins bei MotionPoint besteht unter anderem darin, Vertriebs- und Marketingmaterialien zu erstellen.

 

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