Tim Y.

12. November 2010

Ford Motor Company nutzt Online-Marketing zur Stärkung von Image und Profiten


Tim Y.

12. November 2010

Ford Motor Company, MotionPoint-Kunde, hat in den vergangenen drei Jahren die Aufmerksamkeit der Kunden durch eine eindrucksvolle und fortschrittliche digitale Marketingstrategie auf sich gezogen. Die Bemühungen des Autoherstellers zahlen sich aus: Die Verkaufszahlen von Ford in den USA sind in diesem Jahr um fast 22 Prozent gestiegen. Laut einem aktuellen Reuters-Bericht über das Unternehmen entspricht das „der doppelten Wachstumsrate des Branchendurchschnitts“.

Aufgrund seines Engagements, nachhaltige Beziehungen zu Kunden und Ressourcen aufzubauen und internetaffine Vermarkter wie Scott Monty (Global Digital and Multimedia Communications Manager) anzustellen, entwickelte sich Ford schnell zu einem führenden Unternehmen in den Sektoren digitales Marketing und soziale Medien.

Durch die geschickte und zeitsparende Nutzung kostenloser Plattformen wie Twitter, Facebook, YouTube und anderer themenbasierter Online-Kampagnen hat sich Ford Herausforderungen im PR-Bereich erfolgreich gestellt, einheitliche und doch vielfältige Botschaften formuliert, um unterschiedliche Kunden zu gewinnen, und eine Strategie der „Zugänglichkeit und Transparenz“ entwickelt, die das Kundeninteresse an der Marke erfolgreich zu stärken vermochte.

Der Effekt war so positiv, dass der Marketingleiter von Ford, Jim Farley, vorschlägt, das Geld des Unternehmens besser für Onlinewerbung auszugeben, als für kostspielige TV-Spots, wie sie während des Super Bowls gezeigt werden.

Die Ford Motor Company investiert 25 Prozent ihres Werbebudgets in digitale Medien.

„Kunden verbringen heutzutage genauso viel Zeit mit ihrem Smartphone oder online wie vor dem Fernseher, deshalb müssen unsere Ausgaben für Werbung dahin fließen, wo die Menschen sind“, sagte Farley gegenüber Reuters. Das Ziel sei es, so meint er, erfolgreich „in ihre Welt einzubrechen“.

Dies erfordert Verständnis für die öffentliche Wahrnehmung eines Unternehmens, den Weitblick, diese gegebenenfalls zu ändern, und das Engagement, kluge Lösungen zu finden. Ford erkannte die Möglichkeiten im digitalen Marketingsektor. Es investiert 25 Prozent seines Werbebudgets in digitale Medien, wie Reuters berichtet.

Gearbeitet wird auch an nachhaltigen Werbebotschaften für verschiedene Kundennischen. „Ford betont in Kampagnen, darunter Videos für YouTube von Google, die neuen Elemente in seiner Produktreihe,“ schrieb Reuters, „sowohl die neuen Fahrzeuge als auch die neuen Technologien wie das MyFord-Touch-System für Navigation, Unterhaltung und Kommunikation.“

Die Online-Werbung von Ford richtet das Augenmerk auch auf die Verbindung zu den richtigen Kunden. So stellt die Marke zum Beispiel eine Verbindung zu Technikbegeisterten her, die sich This Week In Tech, eines der beliebtesten unabhängig produzierten Internetprogramme zu Technologiethemen, ansehen oder anhören. Technologische Produkteigenschaften wie MyFord Touch werden häufig beworben.

Ford macht sich auch Einflüsse zu Nutze, die z. B. prominente Online-Blogger auf ihr Publikum haben. 2009 baute Ford Beziehungen zu solchen Vordenkern und Entertainern auf, um für die US-Markteinführung seines Kleinwagens Fiesta zu werben. Wenig später nutzte Ford die Allgegenwart von Facebook, um Fans lange vor traditionellen Pressemöglichkeiten (wie z. B. Automobilausstellungen) neue Produkteigenschaften zu präsentieren.

Fords Marketingerfolg ist leicht zu erklären: Man platziere eine treffende Botschaft dort, wo die Kunden sind und wo sie einander beeinflussen ... und die Wirkung der Botschaft verstärken können. Bei Ford funktioniert es – sein Markenimage hat sich seit der Einführung dieser progressiven Strategie verbessert. Laut ALG, einer Firma, die Kundenwahrnehmung untersucht, sind Fahrzeuge der Marke Ford „seit 2008 unter allen Marken führend in puncto Qualitätsempfinden“, so Reuters.

„Digitales Marketing betrifft jeden“, sagte der Automobil-Beratungsprofi Charlie Vogelheim gegenüber Reuters. „Der Umfang, in dem Ford es sich in Zusammenhang mit Events und Markteinführungen zu Nutze macht, macht es zum Branchenführenden.“

Bildquelle: Art Konovalov/Shutterstock.com

 

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