Die spanischsprachige US-Bevölkerung sorgt zum Schulbeginn für enorme Umsätze
 
Chris Hutchins AvatarVon: Chris Hutchins
19. August 2016

Die spanischsprachige US-Bevölkerung sorgt zum Schulbeginn für enorme Umsätze

Spanischsprachige US-Verbraucher bedienende Online-Händler können zum Beginn des Schuljahres höhere Umsätze als je zuvor generieren.

 

Für Einzelhändler bedeutet das Ende der Schulferien einen Anstieg ihrer Umsätze und somit das Ende der jährlichen Sommerflaute der Branche. In Hinblick auf die generierten Umsätze muss sich die Zeit zum Schulbeginn lediglich den Weihnachtsfeiertagen geschlagen geben.

Spanischsprachige US-Konsumenten bieten Einzelhändlern besondere Wachstumschancen, vor allem wenn Einzelhändler diese in der von ihnen bevorzugten Sprache bedienen. Dies gilt vor allem online. Kunden tätigen mehr Transaktionen auf Websites, die auf authentische Art und Weise in ihrer Sprache verfasst sind.

Laut eMarketer wird der Gesamtumsatz der Käufe für Schulartikel in diesem Jahr 828,81 Milliarden USD erreichen, dies entspricht einem Anstieg von 2,6 % gegenüber dem Vorjahr und somit einer höheren Wachstumsrate als im Jahr 2015.

Im E-Commerce wird von einem sogar noch konstanteren Wachstum ausgegangen. Online-Händler können einen Anstieg der Umsätze zum Schulbeginn von 15,3 % erwarten, dies entspricht 65,42 Milliarden USD. In diesem Jahr hat der E-Commerce einen Anteil von 8 % am Gesamtumsatz für Schulartikel, so viel wie nie zuvor. Genau genommen wird davon ausgegangen, dass etwa 65 % der US-Verbraucher in diesem Jahr einen Teil ihrer Einkäufe von Schulartikeln online tätigen werden.

Eine wachsende, technologisch versierte Bevölkerungsgruppe

An dieser Stelle möchten wir detaillierter auf die spanischsprachige US-Bevölkerung eingehen. Spanischsprachige US-Amerikaner sind mit etwa 18 % die größte ethnische Minderheit der Vereinigten Staaten. Zwischen den Jahren 2014 und 2015 sind in den USA 1,2 Millionen spanischsprachige Menschen geboren worden, dies entspricht knapp der Hälfte des Bevölkerungszuwachses innerhalb dieses Zeitraums. Etwa 75 % der spanischsprachigen US-Verbraucher sprechen zu Hause Spanisch.

Spanischsprachige Familien sind im Vergleich zum nicht-spanischsprachigen US-Durchschnitt jünger und größer, dies wird vor allem am Einkaufsverhalten zum Schulbeginn deutlich. Die Haushaltsausgaben für Schulbedarf fallen bei größeren Familien höher aus. Im vergangenen Jahr planten spanischsprachige US-Amerikaner 368 USD für Käufe zum Schulbeginn ein, dies sind knapp 40 USD mehr als der nicht-spanischsprachige US-Durchschnitt. (Etwa 50 % der spanischsprachigen US-Konsumenten planen anlässlich des Schulbeginns höhere Ausgaben ein, im Vergleich dazu liegt der nicht-spanische US-Durchschnitt bei 35 %.)

Marktforschungen weisen darauf hin, dass die spanischsprachige US-Bevölkerung nach den Schulferien die zweithöchsten Ausgaben auf E-Commerce-Websites tätigt. E-Commerce-Websites ähneln in vielerlei Hinsicht dem beliebtesten Vertriebskanal der spanischsprachigen US-Bevölkerung, den Großhändlern bzw. Discountern: Sie bieten oftmals eine höhere Produktauswahl zu niedrigeren Preisen an. „Einzelhändler, die den Fokus auf diese beiden Vertriebskanäle legen – und damit die Bedürfnisse der spanischsprachigen US-Verbraucher erfüllen – erzielen einen bedeutend höheren Umsatzanteil durch diese Konsumentengruppe“, schrieb ein Analyst.

Je nach Produktart tätigen spanischsprachige US-Amerikaner bis zu 40 % ihrer Käufe zum Schulbeginn online.

Außerdem wurde über Smartphones noch nie nach so vielen Produkten zum Schulbeginn gesucht und es wurden noch nie so viele Käufe über diese Geräte getätigt. Im letzten Jahr konnte zum ersten Mal in der Geschichte des E-Commerce beobachtet werden, dass US-amerikanische Eltern ihre Smartphones ebenso häufig wie ihre Desktop-Browser nutzten, um sich nach Produkten zu erkundigen. Im vergangenen August stiegen die Umsätze des M-Commerce um 42 %, dies entspricht im Vergleich zu den 12 % des traditionellen E-Commerce einem wesentlich höheren Umsatzanstieg.

Dieses Wachstum ist unter der spanischsprachigen US-Bevölkerung sogar noch bedeutender. Spanischsprachige US-Amerikaner sind hinsichtlich der Nutzung neuer Geräte landesweit führend und gelten somit weithin als „Power User“ von Mobilgeräten. 90 Prozent der spanischsprachigen Smartphone-Nutzer in den Vereinigten Staaten planen, Käufe anlässlich des Schulbeginns über ihre Smartphones zu tätigen. Es ist offensichtlich, dass mobile Gutscheine und Angebots-Apps das Interesse dieser Käufer bedeutender steigern als Fernsehspots, Werbung auf Social Media und Werbetafeln in Geschäften.

Den besonderen Wert der Bildung kennen, den diese für die spanischsprachige US-Bevölkerung hat

Die Bildung genießt in spanischsprachigen US-Familien einen sehr hohen Stellenwert. Dies lässt sich daran erkennen, dass im vergangenen Jahrzehnt einerseits die Abbruchquoten an Highschools nachgelassen und, andererseits, die Immatrikulationen an Colleges zugenommen haben. Dennoch gibt es große Unterschiede.

Im vergangenen Jahr haben nur 77 % der spanischsprachigen US-Bevölkerung im Alter zwischen 25 und 29 Jahren einen Highschool- oder einen gleichwertigen Abschluss erworben. Dieser Anteil liegt deutlich unter dem Durchschnitt der „Weißen“ (95 %), Afro-Amerikaner (93 %) und Personen aus dem Asien-Pazifik-Raum (95 %). Diese enormen Unterschiede lassen sich auch bei den College-Absolventen beobachten: Nur 16 % der spanischsprachigen US-Amerikaner haben einen Bachelor- oder einen höheren Abschluss erworben, im Vergleich dazu liegt der Anteil bei den „Weißen“ (43 %), Afro-Amerikanern (21 %) und Personen aus dem Asien-Pazifik-Raum (63 %) bedeutend höher.

Heute messen spanischsprachige Eltern in den Vereinigten Staaten einer guten Ausbildung einen höheren Wert bei als je zuvor. Dies ist aus politischer Sicht ein sehr wichtiges Thema: So gibt ein Anteil von knapp 85 % der spanischsprachigen US-Bevölkerung an, die Bildung sei eines der wichtigsten Kriterien der Präsidentschaftswahl im Jahr 2016. Außerdem immatrikuliert sich ein höherer Anteil der spanischsprachigen Kinder in den USA für zwei- und vierjährige College-Ausbildungen als „Weiße“ und Afro-Amerikaner.

Dies sind tolle Neuigkeiten für die junge, spanischsprachige US-Bevölkerung und stellt eine bedeutende Geschäftschance für Unternehmen dar, die diesen Trend verfolgen und online ein überzeugendes Angebot in der von dieser Bevölkerungsgruppe bevorzugten Sprache anbieten.

Empfehlungen für Online-Händler

Unsere exklusiven Analysen spanischsprachiger, von uns betriebener Websites hunderter US-amerikanischer Marken weisen eindeutig darauf hin, dass Unternehmen, die zum Beginn des Schuljahres die spanischsprachige US-Bevölkerung effektiv ansprechen, zusätzliche Umsätze generieren können.

So konnten wir bei einem unserer US-amerikanischen Großhandelskunden in der zweiten Woche im Juli einen enormen Anstieg der Anzahl an Seitenzugriffen auf dessen spanischsprachige Website beobachten, dieser Trend lässt sich auch für den August feststellen. Aufgrund des enormen Angebots an Produktkategorien dieses Einzelhändlers – von Kleidung bis hin zu Haushaltsgeräten – macht dieser Anstieg an Seitenzugriffen lediglich einen Anteil von 5 % an der Gesamtanzahl an Seitenzugriffen auf die Website aus, führt aber dennoch zu einem Anstieg der Umsätze und Umsetzungsraten.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Maßnahmen, um die Seitenzugriffe, Kundeneinbindung und Umsätze weiter zu steigern. Unsere Empfehlung: Große, über spanischsprachige Websites spanischsprachige US-Amerikaner ansprechende Einzelhändler sollten in Hinblick auf Zubehör, Kleidung und Elektronik effektiv auf den Schulbeginn ausgerichtete Landing-Pages erstellen und aktiv bewerben.

In diesem Zusammenhang haben wir herausgefunden, dass Online-Modehändler zum Schulbeginn einen Anstieg der Seitenzugriffe auf ihre spanischsprachigen Websites um 25 % erreichen können. Diese höhere Kundeneinbindung kann in Kombination mit cleveren Werbeaktionen ebenfalls zu höheren Umsätzen führen. Unsere Empfehlung: Intensivieren Sie Ihr Angebot an Verkaufsveranstaltungen. Durch eine Rabattaktion nach Ende der Schulferien konnte ein MotionPoint-Kunde aus der Sportbranche einen Anstieg der Transaktionen um 13 % und der Umsätze um 14 % erzielen.

Unabhängig von Ihrer E-Commerce-Website sollten Sie Marketing- und Werbebotschaften erstellen, die das Interesse der spanischsprachigen US-Bevölkerung nachhaltig steigern. Auf einer übersetzten Website benötigen Sie dafür lokalisierte Inhalte, die den Verbrauchern signalisieren, dass Ihr Unternehmen deren Bedürfnisse kennt.

Kommunizieren Sie gegenüber Ihren spanischsprachigen US-Kunden, dass Ihr Unternehmen weiß, wie wichtig diesen eine große Auswahl und günstige Preise sind, und erstellen Sie entsprechend Ihr Angebot. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt den hohen Stellenwert berücksichtigen, den spanischsprachige Eltern in den USA heute einer guten Ausbildung ihrer Kinder beimessen und sich gegebenenfalls darauf einstellen.

 

Chris Hutchins

Marketing Communications Specialist

Die Aufgabe von Chris Hutchins bei MotionPoint besteht unter anderem darin, Vertriebs- und Marketingmaterialien zu erstellen.

 

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