Wann Sie eine Best Practice von Ihrer internationalen Website verbannen sollten?
 
Logan Lenzs AvatarVon: Logan Lenz
07. März 2016

Wann Sie eine Best Practice von Ihrer internationalen Website verbannen sollten?

Am besten nie. Erfahren Sie, welche großen Verluste ein Einzelhändler erlitt, nachdem er eine exklusive, enorme Seitenzugriffe und Umsätze generierende Best Practice von MotionPoint von seiner lokalisierten Website verbannte.

 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass digitale Marketingagenturen Portfolios aus attraktiven Designs und beeindruckenden Kennzahlen veröffentlichen, um auszudrücken: „Deshalb sind wir die Besten in dem, was wir tun“. (Und tatsächlich kann in diesen Tagen wieder damit gerechnet werden.)

Wenn Sie sich verschiedene Bereiche der Website von MotionPoint ansehen, werden Sie bemerken, dass auch wir dies tun. Warum sollten wir auch nicht? Schließlich unterstützen wir einige der weltweit führenden Marken dabei, außergewöhnliche Erfolge auf nationalen und internationalen Märkten zu erreichen.

Doch was passiert, wenn wir uns ausnahmsweise einmal die andere Seite der Medaille ansehen, d. h. wenn wir anstatt der positiven Folgen die negativen Auswirkungen betrachten? Häufig bietet die Beurteilung von Fehlern größere Erkenntnisse als die Betrachtung des Erfolgs.

Nachfolgend stellen wir Ihnen ein Beispiel vor, an dem Sie die Auswirkungen auf eine lokalisierte Website erkennen, wenn sich ein Kunde dazu entschließt, keine erfolgreichen Maßnahmen zu ergreifen (die ansonsten zu einem höheren Interesse internationaler Kunden führen würden).

Zuerst möchten wir Ihnen eine Tabelle präsentieren, die Ihnen die negativen Auswirkungen veranschaulicht, falls die exklusive Managementtechnologie EasyLink® von MotionPoint deaktiviert wird. EasyLink ist Bestandteil des primären Globales-Wachstum-Dienstleistungsangebots von MotionPoint. Diese Technologie optimiert das Nutzererlebnis auf einer lokalisierten Website, indem für Besucher aus internationalen Märkten angemessene Landes-, Sprach-, Währungs- und Compliance-Einstellungen empfohlen werden.

Diese Tabelle stellt die Website-Leistungsfähigkeit im Vergleich zwischen den Jahren 2014 und 2015 dar. Darin enthalten sind Daten über Seitenaufrufe, Kundeneinbindung und Umsetzungsraten. (Normalerweise würden wir nicht eine solch enorme Anzahl an Daten innerhalb einer einzigen Tabelle präsentieren, doch die gewonnene Erkenntnis war zu interessant, sodass wir eine detaillierte Untersuchung durchführten.)

Kennzahlen 2014 2015 %?
Gesamtanzahl Besuche 324,625 199,798 -38%
Gesamtanzahl Seitenzugriffe 918,273 506,115 -45%
Seitenzugriffe pro Besuch 2.8 2.5 -11%
Dauer des Besuchs pro Seite 0:03:40 0:03:00 -18%
Absprungrate 57.7% 61.4% 6%
Umsetzungsrate 1 7,387 3,913 -47%
Umsetzungsrate 2 12,226 6,061 -50%
Umsetzungsrate 3 25,571 19,347 -24%
Umsetzungsrate 4 0.70% 0.36% -49%

Alle neun Kennzahlen sind im Jahr 2015 gegenüber dem Jahr 2014 gefallen. Dies hat uns sehr verblüfft, wenn man bedenkt, dass die einzige Änderung an der Website darin bestand, dass die Managementtechnologie EasyLink im 2. Quartal des Jahres 2014 deaktiviert wurde. Die untersuchten Daten stammen aus dem 1. Quartal dieser beiden Jahre.

Sie stellen sich sicher die Frage, warum wir bei MotionPoint diese Analyse so bereitwillig präsentieren. Die Antwort liegt auf der Hand: Es ist nicht nur so, dass unsere Best Practices für Optimierungen und unsere proprietären Technologien das Nutzererlebnis auf den mehrsprachigen Websites unserer Kunden optimieren, wie man durch Untersuchung der oben genannten Kennzahlen feststellen kann. Im Gegensatz dazu kann auch das Entfernen dieser zu einem dramatischen Abfall der Kennzahlen führen.

Im Nachfolgenden möchten wir Ihnen als weiteres Beispiel eine E-Commerce-Website vorstellen.

Vor dem vorhersehbaren, enormen Anstieg an Seitenzugriffen während der Feiertage im vergangenen Jahr hat einer unserer Kunden aus dem Bereich E-Commerce entschieden, die „beweglichen Teile“ seiner Website zu entfernen und sich von allen Technologien von Drittanbietern zu trennen. Das Ziel dieses Kunden bestand darin, die vollständige Kontrolle über seine Website während der Feiertage zu gewinnen. (Allerdings schien sich das Unternehmen nicht darüber im Klaren zu sein, dass ihm unsere Technologien und Best Practices jederzeit eine vollständige Kontrolle boten, doch auf diesen Aspekt möchten wir in einem späteren Artikel eingehen.)

Kurz gefasst: Der Kunde bat MotionPoint, seine die Kundeneinbindung steigernde Managementtechnologie EasyLink kurz vor dem Black Friday zu entfernen, obwohl er das Tool erst seit wenigen Monaten mit überwältigendem Erfolg genutzt hatte.

Nachfolgende Tabelle über die Seitenzugriffe an bestimmten Tagen gibt einen genauen Überblick über die negativen Auswirkungen:

Wie Sie erkennen können, wurde unsere Best Practice der Identifikation nicht englischprachiger Konsumenten und des Weckens deren Interesses für die lokalisierte Website Ende September implementiert. Zu diesem Zeitpunkt stieg die Anzahl an Seitenzugriffen unmittelbar um 786 % an. Seitdem stieg die Anzahl kontinuierlich um insgesamt 125 % bis zu dem absoluten Höhepunkt kurz vor dem Black Friday an.

Am nächsten Tag, gerade als die Best Practice fallengelassen wurde, fiel die Anzahl an Seitenzugriffen unmittelbar um 56 % und kehrte anschließend auf das niedrige Niveau (vor dem Einsatz der Best Practice) zurück. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Kunde nicht dafür entschied, die Managementtechnologie EasyLink für einige Monate wieder zu aktivieren.

Wenn wir bei der Betrachtung dieser drei Phasen die Umsatzzahlen mit berücksichtigen, stellen wir nicht nur fest, welchen Umsatzanstieg die Best Practice ermöglichte, sondern auch, welche Umsatzeinbußen der Kunden in den folgenden Monaten nach der Deaktivierung erleiden musste:

Vor EasyLink Mit EasyLink Nach EasyLink
Besuche 282 22,716 11,540
Umsatz $534 $7,371 $981

Der entmutigendste Aspekt ist, dass nach der Deaktivierung der Black Friday, der Cyber Monday und die gesamte Feiertagszeit folgten. Dadurch, dass das E-Commerce-Unternehmen die Best Practice nicht anwandte, ließ es sich tausende von US-Dollar an Umsatz entgehen.

Fazit

Wir hoffen, durch Darstellung der negativen Folgen hinsichtlich einer Abkehr der Kunden (und verpasstem Umsatz), die sich aus der Deaktivierung einer das Kundeninteresse steigernden Technologie ergeben, verdeutlicht zu haben, von welch entscheidender Bedeutung es für den Erfolg einer lokalisierten Website ist, eine Best Practice zu implementieren und langfristig zu befolgen.

In diesem Fall sollten sich Unternehmen nicht nur auf internationale Website-Besucher verlassen, sondern den Aufwand nicht scheuen, Konsumenten eine lokalisierte Nutzererfahrung zu bieten. Mit einer Lösung wie der Managementtechnologie EasyLink erhalten Unternehmen die Möglichkeit, Konsumenten auf die auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Website zu lenken. Die möglichen Erfolge, hinsichtlich höherer Umsetzungsraten und Umsätze, können außergewöhnlich sein.

 

Logan Lenz

Global Online Strategist

Als langjähriger Online-Marketingfachmann und Unternehmer verfügt Logan Lenz über eine enorme Erfahrung in der Beratung von Start-ups und Unternehmen in Bezug auf SEO-, Social-Media- und Content Marketing. Vor seiner Tätigkeit bei MotionPoint war Lenz Inhaber einer großen Webagentur. Davor hat er an der University of Central Florida einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erworben. Lenz strebt danach, sich immer neues Wissen anzueignen und konzentriert sich dabei vor allem auf neue Onlinemarketing- und Werbetrends sowie Strategien.

 

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