Vorbereitung auf 2016: Mobile Märkte im Aufschwung
 
Chris Hutchins AvatarVon: Chris Hutchins
10. Januar 2016

Vorbereitung auf 2016: Mobile Märkte im Aufschwung

Die globale Smartphone-Nutzung erlebt einen atemberaubenden Anstieg. Doch wo findet das leistungsstarke und profitable Wachstum statt? Diese Frage beantworten wir in unserem exklusiven Bericht.

 

Falls Ihr Unternehmen für das Jahr 2016 eine globale Expansion erwägt, sollte es sich dabei vor allem auf Märkte konzentrieren, auf denen primär Mobilgeräte genutzt werden.

Dies ist zu empfehlen, da die Smartphone-Nutzungsrate einen atemberaubenden Aufschwung erlebt und herkömmliche Computer zunehmend vernachlässigt werden. Im Jahr 2018 wird über ein Drittel der Verbraucher weltweit – fast 2,6 Milliarden Menschen – ein Smartphone besitzen. Die traditionelle Internetnutzung erlebt bereits jetzt einen starken Rückgang: Laut Daten von StatCounter ist die Anzahl an Seitenzugriffen über Desktop-Browser weltweit um 13 % bis 62 % zurückgegangen. Im Gegensatz dazu ist die Anzahl an Seitenzugriffen über Smartphones um 31 % bis 39 % gestiegen.

Auch die Umsätze über mobile Websites weisen Rekordzahlen auf. Der M-Commerce übertrifft den traditionellen E-Commerce in einem Verhältnis von 3:1. In einigen Monaten werden die Umsätze aus dem M-Commerce weltweit bereits 291 Milliarden USD betragen. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2012 einen Anstieg um knapp das Dreifache.

Doch wo findet dieser Anstieg der Nutzungsrate und der Umsätze eigentlich konkret statt? Und auf welchen Märkten sind die Verbraucher besonders mobil versiert? Unsere Analyse öffentlich zugänglicher Informationen und unserer proprietären Daten hat ergeben, dass einige der Märkte, auf denen primär Mobilgeräte genutzt werden, gar nicht so weit entfernt sind ... Dennoch bieten auch einige aufstrebende Märkte ein enormes Wachstumspotenzial.

Spanischsprachige US-Bevölkerung

Spanischsprachige US-Bürger gelten laut einer Untersuchung von Google als „Power User“ von Mobilgeräten und nehmen gegenüber dem Durchschnitt des Landes neue digitale Geräte schneller an. Knapp die Hälfte der Smartphone-Nutzer hispanischer Abstammung zeigt ein „von Mobilgeräten dominiertes“ Verhalten, in anderen Worten, sie präferieren Smartphones gegenüber Computern, um auf das Internet zuzugreifen. Dies ist ein wesentlich höherer Wert als die durchschnittlichen 38 % der Personen nicht-hispanischer Abstammung, die Mobilgeräte bevorzugen.

Darüber hinaus ist dieser Markt auch zunehmend einflussreich und wohlhabend: Diese demographische Gruppe macht annähernd 20 % des Markts aus und verfügt über eine Kaufkraft von über 1,5 Billionen USD.

Unter Analysten gilt die spanischsprachige US-Bevölkerung weithin als ein mobiler Markt. Diese Konsumenten kaufen 1,5 Mal mehr Digitalgeräte als die nicht-spanischsprachige Bevölkerung und nutzen darüber hinaus auch intensiver Mobile Banking und Coupon-Services. (Beim Mobile Banking sind es 65 % gegenüber 53 %, bei Coupons ist der Anteil 25 % gegenüber 17 %). Darüber hinaus sind sie auch Vorreiter bei der Nutzung mobiler Zahlungsmethoden: Knapp 25 % haben bereits einmal ein Smartphone genutzt, um in einem Geschäft Käufe zu tätigen (der US-Durchschnitt liegt bei 13 %).

Auf Basis von MotionPoints Untersuchungen und Erfahrung, erzielen Unternehmen, die die spanischsprachige US-Bevölkerung in der von dieser bevorzugten Sprache über Mobilgeräte ansprechen, enorme Erfolge. Einer unserer Kunden erreichte ein monatliches Umsatzwachstum von 481 %, nachdem wir dessen spanischsprachige, mobile Website bereitstellten. Dieser Umsatz stellt einen Anteil von mehr als der Hälfte des Gesamtumsatzes dar, den das Unternehmen über seine zahlreichen, spanischsprachigen Online-Kanäle erzielt.

Bereits sechs Wochen, nachdem wir eine Fluggesellschaft dabei unterstützten, ihre spanischsprachige, mobile Website einzuführen, erreichte das Unternehmen einen Anstieg der Anzahl an Seitenzugriffen auf die spanischsprachige Website, über Desktop-PCs und Mobilgeräte, um 80 %. Innerhalb desselben Zeitraums stiegen die auf der spanischsprachigen, mobilen Website generierten Umsätze um 363 %. Wir gehen davon aus, dass der durch die mobile Website erzielte Umsatz die jährlich entstehenden Kosten um ein 379-Faches übertreffen wird.

Chinesischsprachige Kanadier

Auch bei chinesischsprachigen, mobil versierten Kanadiern, einer Bevölkerungsgruppe aus Einwohnern Kanadas mit vollständiger oder teilweiser chinesischer Abstammung, bestehen unserer Meinung nach große Geschäftschance für Unternehmen, die interessiert sind, diese Zielgruppe anzusprechen. Diese zunehmend wohlhabende und gebildete Bevölkerungsgruppe zeigt ein enormes Wachstumspotenzial.

Aufgrund der erwarteten Einwanderungs- und Geburtszahlen wird davon ausgegangen, dass die Bevölkerungsgruppe aus chinesischsprachigen Kanadiern schon bald in zahlreichen Schlüsselmärkten einen überwältigenden Anteil einnehmen wird. Die aktuelle chinesische Einwohnerzahl von 396.000 Personen wird bis zum Jahr 2031 auf 809.000 Personen ansteigen und einen Anteil von knapp 25 % an der Bevölkerung dieser Stadt ausmachen.

Dieser Markt zeigt eine intensive Nutzung von Mobilgeräten. Wir betreiben lokalisierte, chinesischsprachige Websites in verschiedenen Industriezweigen Kanadas, vorrangig für kanadische Banken. Unsere Analysen haben ergeben, dass knapp 40 % aller Seitenzugriffe auf diese Websites von Smartphones und Tablets aus erfolgen.

Diese Zahl liegt nahe am kanadischen Durchschnitt: Laut comScore erfolgten im Jahr 2015 51 % aller Seitenzugriffe durch kanadische Konsumenten über Smartphones oder Tablets.

Chinesischsprachige Kanadier bevorzugen lokalisierte Inhalte gegenüber englisch- oder französischsprachigen Inhalten, kehren häufiger zu lokalisierten Websites zurück und sehen sich pro Besuch auf diesen Websites auch 69 % mehr Seiten an und zeigen um 130 % höhere Umsetzungsraten.

Behalten Sie aufstrebende Märkte im Blick

Auch über Nordamerika hinaus nimmt die Nutzung von Smartphones rapide zu, vor allem auf aufstrebenden Märkten. Im vergangenen Jahr hat die Anzahl an Smartphone-Nutzern in China die 500-Millionen-Marke überschritten. In einigen Monaten wird es in Indien mehr aktive Smartphone-Nutzer geben als in den Vereinigten Staaten. Indonesien wird schon bald der viertgrößte Markt sein und dabei sogar Japan und Russland übertreffen.

Ein Marktforschungsunternehmen verkündete im Jahr 2014, dass am Ende diesen Jahres „die USA, Japan und Großbritannien, die im Jahr 2014 wertmäßig noch unter den Top 5 der Smartphone-Wachstumsmärkte rangierten, sogar aus den Top 10 verschwinden werden“.

Bis spätestens 2018 wird die Top 5 der globalen Smartphone-Märkte aus folgenden Ländern bestehen:

  • China: 704,1 Millionen
  • Indien: 279,2 Millionen
  • Vereinigte Staaten: 220 Millionen
  • Indonesien: 103 Millionen
  • Russland: 76,4 Millionen

Doch diese Liste erzählt noch nicht die ganze Geschichte. Aufstrebende Märkte zeigen einen wesentlich schnelleren Anstieg der Smartphone-Nutzung als gesättigte Märkte und dieser Trend wird andauern. Dies sind die Märkte, die bis 2018 die höchsten Wachstumsraten zeigen werden:

  • Indonesien: +98 %
  • Indien: +67 %
  • Philippinen: +56 %
  • Vietnam: +52 %
  • Nigeria: +48 %
  • Brasilien: +48 %
  • Mexiko: +46 %

Im Gegensatz dazu wird auf dem chinesischen Markt innerhalb desselben Zeitrahmens lediglich ein Wachstum von 23 % erwartet. Die Smartphone-Nutzung in den Vereinigten Staaten wird um 20 % und in Russland um 31 % steigen.

Auf kleineren Märkten in Südostasien kann bereits heute ein atemberaubender Anstieg beobachtet werden. Alleine in Vietnam – einem der am schnellsten wachsenden Smartphone-Märkte mit einer Zunahme der Smartphone-Nutzung um knapp 25 % im Jahr 2015 – besitzen heute 90 % der Erwachsenen ein Smartphone.

Auch die lateinamerikanischen Märkte florieren. Die enorme Anzahl an Seitenzugriffen über Mobilgeräte, die wir auf den lokalisierten Websites unserer Kunden aus dem E-Commerce feststellen können, weist eindeutig auf eine hohe Einbindung hin. Die durchschnittlichen Bestellwerte zeigen Rekordwerte: In Mexiko liegt der durchschnittliche Bestellwert bei 143 USD, in Argentinien bei 195 USD und in Venezuela bei 186 USD.

Dies hat die Aufmerksamkeit zahlreicher Unternehmen geweckt, die nun versuchen, diese Verbraucher, die primär über Mobilgeräte auf das Internet zugreifen, anzusprechen. Ein wichtiger Indikator dafür sind die Werbeausgaben auf mobilen Websites, die auf aufstrebenden Märkten kontinuierlich steigen. Die Ausgaben für mobile Internetanzeigen in Mexiko (einem anderen Markt mit einem enormen Wachstumspotenzial) sind in diesem Jahr um 76 % auf 391,4 Millionen USD angestiegen.

Bei diesen Rekordzahlen der globalen Smartphone-Nutzungsrate stellt sich Ihnen vor allem die Frage, wie Ihr Unternehmen diese Verbraucher im Jahr 2016 effektiv ansprechen kann. Ein erster, wichtiger Schritt besteht darin, auf Märkten mobilfreundliche Online-Erlebnisse in den von diesen Märkten bevorzugten Sprachen zu ermöglichen. Allerdings können Übersetzungen alleine keinen maximalen Erfolg garantieren.

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Aspekte vor, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten:

Reagierende oder mobile Websites: In dieser Welt nach dem „Mobilegeddon“ ist die Bereitstellung mobiler Websites wichtiger als je zuvor. Dennoch stellt sich die Frage, ob Ihr Unternehmen zur Ansprache von Kunden, die primär Mobilgeräte nutzen, lokalisierte Websites mit einem reagierenden Design (die sich intuitiv an die Anforderungen der Geräte der Nutzer anpassen und Inhalte unter Berücksichtigung einer angemessenen Größe darstellen) bereitstellen sollte, oder ob es sich für eine exklusiv mobile Website entscheiden sollte.

Google empfiehlt ein reagierendes Webdesign. Dieser Ansatz bietet zahlreiche Vorteile: Unter anderem müssen Unternehmen bei der Lokalisierung ihrer bestehenden Websites ihre Teams (und ihr Budget) zur Instandhaltung dieser Websites nicht aufteilen.

Allerdings können große Herausforderungen auftreten, wenn man Websites für aufstrebende Märkte lokalisiert. Idealerweise sollten diese internationalen Nutzer – die ausschließlich über ihre Smartphones auf das Internet zugreifen – Webinhalte zur Verfügung gestellt bekommen, die exklusiv auf die Darstellung auf ihren Mobilgeräten optimiert sind. In einem solchen Fall können mit mobilen Websites größere Erfolge erzielt werden als mit reagierenden Websites.

Store Locator: Falls Ihr Unternehmen eine traditionelle, internationale Präsenz hat, sollte es auf seinen lokalisierten, mobilen Websites unbedingt einen „Store Locator“ anbieten. Analysen der Daten, die wir auf Websites zahlreicher führender Kunden aus dem E-Commerce gesammelt haben, weisen eindeutig darauf hin, dass Store Locator auf mobilen Websites wesentlich häufiger genutzt werden als auf Desktop-Websites.

Suchfunktionen auf der Website: Da die Größe der Smartphone-Displays (und die dicken Daumen der Nutzer!) ein Navigieren auf der Website erschweren kann, sind Suchfunktionen auf der Website ein entscheidender Faktor, um ein reibungsloses, mobiles Erlebnis sicherzustellen. Durch Bereitstellung von Suchfunktionen auf der Website, die die Anfragen der Nutzer antizipieren und geläufige Rechtschreibfehler berücksichtigen, sparen Nutzer Zeit und es können höhere Umsetzungsraten erzielt werden.

 

Chris Hutchins

Marketing Communications Specialist

Die Aufgabe von Chris Hutchins bei MotionPoint besteht unter anderem darin, Vertriebs- und Marketingmaterialien zu erstellen.

 

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