So maximieren Sie während des Ramadan Ihre E-Commerce-Umsätze (Teil 1)
 
Chris Hutchins AvatarVon: Chris Hutchins
08. Juni 2016

So maximieren Sie während des Ramadan Ihre E-Commerce-Umsätze (Teil 1)

Ramadan ist der heiligste Monat des Jahres der Muslime und auch der Zeitraum des Jahres, zu dem diese online am meisten kaufen.

 

Dies ist Teil 1 einer 2-teiligen Reihe. Hier finden Sie Teil 2.

Am Sonntagabend, am 5. Juni, wurde die neue Mondsichel gesichtet, die den Beginn des Ramadans eingeläutet hat. Dieses einen Monat dauernde Fest wird von Muslimen weltweit gefeiert und wird am Abend des 5. Julis beendet sein.

Der Monat ist für das Fasten, die Gebete und Wohltätigkeit bekannt. Weniger bekannt hingegen ist, dass während des Ramadan die E-Commerce-Umsätze durch viele muslimische Konsumenten enorm ansteigen.

Daher können es sich Online-Händler und andere global expandierende Unternehmen – besonders jene aus westlichen Ländern – nicht leisten, die primär muslimischen Märkte, unter anderem in der Region Nahost und Nordafrika (MENA, „Middle East & North Africa“) sowie Asien zu vernachlässigen. Diese Märkte erleben einen fortlaufenden Anstieg der Internet- und Smartphone-Nutzung und auch die Konsumenten verbrauchen online mehr Zeit und Geld als je zuvor.

Berichte zeigen auf, dass das Online-Shopping in der Region MENA im Verlauf des letzten Jahrzehnts um über 1.500 % gewachsen ist. Die Umsätze des E-Commerce liegen heute bei über 7 Milliarden USD, wobei die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und Ägypten einen großen Anteil daran haben.

Sogar im Iran, einem Land, in dem Sanktionen den Konsum und Handel jahrelang enorm eingeschränkt haben, tätigt ein Anteil von knapp 40 % der Konsumenten zumindest einmal im Monat einen Kauf online. (Annähernd 20 % shoppen einmal die Woche online.)

Dabei sind es vor allem die jüngeren Konsumenten, die das Wachstum des E-Commerce in der Region vorantreiben. So sind Konsumenten im Alter zwischen 26 und 35 Jahren die Altersgruppe, die am häufigsten Käufe online tätigt. In Ägypten macht diese Altersgruppe einen Anteil von enormen 50 % aller Online-Einkäufer aus.

Ramadan 101

Während des Ramadan werden in der Region MENA (und auf anderen primär muslimischen Märkten) mehr Online-Umsätze als je zuvor generiert. Doch worum geht es dabei eigentlich?

Der Ramadan ist der neunte Monat des „Hijri“, des islamischen Mondkalenders. Der Ramadan kann je nach Jahr zwischen 29 und 30 Tage dauern. Dabei nehmen die meisten der weltweit 1,7 Milliarden Muslime am Fasten, Meditieren, Beten und der Wohltätigkeit teil.

Dies ist der heiligste Monat der Muslime. Er gedenkt der „Überlieferung des Wort Gottes, des Korans, vom Himmel auf die Erde“, erklärte ein Professor für Islamwissenschaften kürzlich in einem Artikel der The New York Times. „Während des Ramadan sind die Tore des Himmels weiter geöffnet als zu jedem anderen Zeitpunkt. Ebenso wie das Wort Gottes auf die Erde herniedergeht, erreichen auch die Worte der Bittsteller Gott wirksamer als zu jedem anderen Zeitpunkt.“

Während des Ramadan fasten Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Am Ende des Fastenmonats feiern die Muslime das mehrtägige Fest „ʿĪd al-Fitr“, das „Fest des Fastenbrechens“. Während dieses Fests treffen sich Freunde und Liebende und tauschen Geschenke miteinander aus. (Die Dauer dieses Fests variiert je nach Land, in einigen Regionen kann es bis zu 10 Tage dauern.)

Anstieg an Online-Umsätzen

Interessanterweise kommt es während des Ramadan in traditionell muslimischen Ländern zu einem Anstieg der Online-Umsätze. Auf Websites kann auch während des ʿĪd al-Fitr ein Anstieg der Anzahl an Seitenzugriffen, der Umsetzungsraten und Umsätze beobachtet werden.

Durch die ansteigende, blühende Internetverbreitung auf diesen Märkten – besonders auf Märkten, auf denen primär Mobilgeräte genutzt werden –, auf denen Smartphones das bevorzugte Gerät für den Zugriff auf das Internet sind, führen interneterfahrene Händler während des Ramadan gezielte Online-Werbeaktionen durch. Laut Daten des The Wall Street Journal bieten einige Händler Ermäßigungen in Höhe von bis zu 80 % an.

Diese Strategie zahlt sich aus. In den Vereinigten Arabischen Emiraten steigen die Online-Umsätze während des heiligen Monats um atemberaubende 40 %. Laut einer Studie shoppen knapp 55 % der ägyptischen Konsumenten während des Ramadan und tätigen während dieses Monats mehr Einkäufe als in jedem anderen Monat des Jahres.

Im Rahmen einer aktuelleren Studie wurde aufgezeigt, dass Muslime in Indonesien (die einen Anteil von annähernd 90 % der Bevölkerung ausmachen) während des Ramadan mehr Online-Einkäufe getätigt haben als in jedem anderen Monat des Jahres. Modehändler, die während des Ramadan gezielte Werbeaktionen durchführten, konnten in den Kategorien Bekleidung und Sport einen Anstieg der Anzahl an Seitenzugriffen durch muslimische Kunden von 30 % bzw. 20 % verzeichnen.

Diese Konsumenten kauften auch mehr Artikel. So konnte ein Sporthändler einen Anstieg der durchschnittlichen Bestellmenge von knapp 70 % verzeichnen.

Es ist offensichtlich, dass Unternehmen, die sich gezielt online an Teilnehmer des Ramadan richten, enorme Erfolge erzielen können. Doch wie können Online-Händler und andere Unternehmen diese Konsumenten am effektivsten erreichen? Wir haben mit Omar El Ali, einem Global Online Strategist des Global Growth Team von MotionPoint, über dieses Thema gesprochen.

1. Tipp: Sprechen Sie die Sprache

Der erste Tipp von El Ali besteht darin, dass Ihr Unternehmen, falls es sich an Konsumenten aus primär muslimischen Ländern richtet, in denen Arabisch die dominierende Muttersprache ist, eine Website in arabischer Sprache anbieten sollte, um diese zu bedienen.

„Auf dieser Website sollten auch die lokalen, bevorzugten Währungen und Zahlungsmethoden bereitgestellt werden“, sagt er.

2. Tipp: Starten Sie vor dem Ramadan eine Werbekampagne

El Ali erklärt, dass durch einen optimalen Zeitpunkt von Online-Kampagnen und -Werbeaktionen – besonders vor dem Ramadan – eine emotionale Verbindung zu diesen Konsumenten aufgebaut werden kann. Dadurch beweisen Sie, dass Ihr Unternehmen deren Kultur schätzt.

Laut El Ali können diese Aufmerksamkeit und dieses Engagement wahre Wunder bewirken. Allerdings vernachlässigen viele Unternehmen aus westlichen Ländern diese schlichten, aber wirkungsvollen Maßnahmen, um zu Konsumenten aus der Region MENA und anderen Regionen eine Beziehung aufzubauen.

„Lokalen Konsumenten zum bevorstehenden heiligen Monat seine Glückwünsche zu übermitteln ist ein Beispiel von positivem und authentischem Marketing“, erklärt er. „Dadurch stellen Sie eine aufrichtige, emotionale Verbindung her. Außerdem können Sie durch Hinweise auf bevorstehende Sonderangebote proaktiv deren Kaufentscheidungen beeinflussen.“

Idealerweise sollten Marken ihre Ramadan-Kampagnen etwa zwei Wochen vor dem Beginn des heiligen Monats beginnen. Dies ist laut El Ali besonders effektiv, falls Ihr Unternehmen Haushaltswaren anbietet, die die Teilnehmer am Fastenmonat meist im Voraus kaufen.

Ein typisches Erfolgsbeispiel ist ein Kunde von MotionPoint, ein Anbieter von Möbeln und Haushaltswaren, der im Monat vor dem Ramadan einen Anstieg der Seitenzugriffe durch Kunden aus der Region MENA auf seiner gesamten Website feststellen konnte. „Diese Konsumenten informierten sich bereits frühzeitig über aktuelle Sonderangebote“, sagt El Ali. „Und dank des idealen Zeitpunkts der Werbeaktionen vor dem Ramadan fanden diese, wonach sie suchten.“

3. Tipp: Führen Sie während des Ramadan eine Werbekampagne durch

Konsumenten neigen dazu, während des Ramadan Artikel für sich und Geschenke für das ʿĪd al-Fitr zu kaufen. Zu diesen Einkäufen gehören üblicherweise Kleidung und Schmuck. „Für diese Menschen ist es eine Tradition, während der Festlichkeiten die strahlendsten und neuesten Artikel zu tragen“, erklärt El Ali.

Während des Ramadan gestartete Kampagnen legen den Fokus auf die kulturellen Bräuche und das Kundenverhalten. Laut El Ali müssen diese Kampagnen dabei keinesfalls Sonderangebote oder Ermäßigungen bewerben, sondern können schlicht über die neuesten Bekleidungslinien oder den trendigsten Schmuck informieren.

Wir haben kürzlich die Performance der arabischen und englischen Website eines unserer Kunden aus dem Mode-E-Commerce während des Ramadan im vergangenen Jahr untersucht. Dieser Kunde bedient Konsumenten aus Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. El Ali beschreibt die Ergebnisse als „erstaunlich“:

  • Die Umsätze stiegen je nach Markt im Vergleich zum Vormonat um 41 % bis 43 %.
  • Die Anzahl an Bezahlvorgängen nahm um 30 % bis 44 % zu.
  • Die durchschnittlichen Bestellwerte stiegen um 2 % bis 10 %.
  • Die Umsetzungsraten verzeichneten einen Anstieg um 29 % bis 31 %.

Diese enormen Steigerungen der Performance deuten an, dass es eine sehr leistungsstarke Maßnahme wäre, während des heiligen Monats Ramadan-Kampagnen durchzuführen. El Ali beschreibt in diesem Zusammenhang die exklusive Technologie Market Management von MotionPoint als eine elegante und effektive Methode für Unternehmen, um solche Kampagnen durchzuführen.

„Durch Berücksichtigung wichtiger Ereignisse bestimmter lokaler Kalender wie dem Ramadan“, sagt er, „können Unternehmen effektiv Kampagnen auf den Märkten durchführen, an die sie sich richten. Unser Team ist sehr vielseitiger Abstammung und bietet daher ein umfangreiches Fachwissen über lokale Märkte und entwickelt Konzepte, um die Kommunikation zwischen Unternehmen und Konsumenten zu vereinfachen.“

Fortsetzung folgt ...

Sie können schon einmal gespannt sein: Wir bieten Ihnen schon bald weitere wertvolle Einblicke in den Ramadan und gehen auf die Bedeutung sozialer Medien während des heiligen Monats ein. Und erklären Ihnen, wie Sie durch ein optimales Timing Ihrer Marketingmaßnahmen eine maximale Kundeneinbindung und optimale Ergebnisse erreichen können. All dies und viel mehr erwarten Sie im zweiten Teil unserer Blog-Reihe.

Teil 2 wird zu einem späteren Zeitpunkt in dieser Woche veröffentlicht!

 

Chris Hutchins

Marketing Communications Specialist

Die Aufgabe von Chris Hutchins bei MotionPoint besteht unter anderem darin, Vertriebs- und Marketingmaterialien zu erstellen.

 

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