Hispanoamerikaner, Thanksgiving und Pizza: Was es zu beachten gilt
 
Victoria Bloyers AvatarVon: Victoria Bloyer
14. November 2015

Hispanoamerikaner, Thanksgiving und Pizza: Was es zu beachten gilt

Können aus Analysen des Umsatzes aus Online-Pizzabestellungen der spanischsprachigen US-Bevölkerung Maßnahmen abgeleitet werden, um während Thanksgiving das Interesse und den Umsatz zu steigern?

 

MotionPoints Vorbereitungen auf den Black Friday laufen bereits auf Hochtouren! Anlässlich der kürzlichen Veröffentlichung unseres exklusiven Berichts, der sich damit befasst, wie während der Thanksgiving-Einkaufswoche die Umsätze durch die spanischsprachige US-Bevölkerung gesteigert werden können, untersuchen wir die einzigartigen Merkmale des Verhaltens von Kunden aus aller Welt. Heute richten wir unser Augenmerk auf den hispanischen Markt in den USA und auf das köstliche Thema Pizza!

Früher in diesem Jahr haben wir bereits darüber berichtet, dass die großen Medienereignisse wie der Super Bowl, die Fußball-Weltmeisterschaft und die Oscars zu ausgeprägten Umsatzspitzen durch Pizzabestellungen der spanischsprachigen US-Bevölkerung führen. Unser sofortiges und freches Fazit dieser Untersuchungen war, dass, obwohl die spanischsprachige US-Bevölkerung ihren kulturellen Wurzeln treu bleibt, dennoch gerne den altehrwürdigen, US-amerikanischen Brauch übernimmt, während des Fernsehens mit Freunden Pizzen zu verschlingen.

Unser ernsteres und detaillierteres Fazit bestand darin, dass US-amerikanische Unternehmen enorm danach streben, ihren Umsatz im Inland und ihren treuen Kundenstamm durch Kunden aus der spanischsprachigen US-Bevölkerung zu steigern bzw. zu erweitern. Dieser Markt ist daran interessiert, dabei die amerikanischen Freizeitbeschäftigungen und kulturellen Traditionen zu berücksichtigen. An diesen möchte auch die spanischsprachige US-Bevölkerung teilhaben, allerdings muss oder möchte sie dies wahrscheinlich in spanischer Sprache tun.

Wir haben kürzlich eine weitere Studie über eine andere Tradition durchgeführt, die die spanischsprachige US-Bevölkerung übernommen hat: Thanksgiving. Doch den Beweis für unsere These haben wir nicht etwa in einem Supermarkt zwischen Truthahn und Cranberry-Sauce gefunden. Stattdessen haben wir die Umsatzstatistiken eines ehrwürdigen, „traditionell“ amerikanischen Leibgerichts untersucht: Pizza.

Ein Bericht von Nielsen aus dem Jahr 2013 hat ergeben, dass Thanksgiving in Bezug auf diesen blühenden Markt „das wichtigste Fest der spanischsprachigen US-Bevölkerung“ ist. In 51 % der Latino-Haushalte wird dieses Fest gefeiert, in Haushalten, in denen Spanisch bevorzugt gesprochen wird, liegt der Anteil sogar bei knapp 70 %. Zwar ist Thanksgiving ein sehr „amerikanischer“ Feiertag, dennoch verwundert es kaum, dass Latinos diese Tradition bereitwillig übernehmen. Wer würde schon freiwillig auf die Gelegenheit verzichten, kostbare Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen, vor allem wenn dabei ein Festmahl geboten wird, mit dem man eine ganze Armee versorgen könnte?

Doch da stellt sich die Frage, was all dies mit Pizza zu tun hat.

MotionPoint betreibt für die größten US-amerikanischen Pizza-Lieferservices lokalisierte, an die spanischsprachige US-Bevölkerung gerichtete Websites. Wir haben kürzlich Umsatzdaten dieser spanischsprachigen Websites aus dem Jahr 2014 zu Thanksgiving analysiert. Das Ziel bestand darin, herauszufinden, wie viel Pizza am und rund um diesen Feiertag von der spanischsprachigen US-Bevölkerung konsumiert wird.

Unsere Erkenntnisse waren faszinierend. Auf Basis unserer Analyse eignet sich der Tag vor Thanksgiving sehr gut, um Pizza zu verkaufen. Im letzten Jahr lag der Bestellwert gegenüber einem gewöhnlichen Mittwoch um durchschnittlich 71 % höher. Die Umsätze konnten sogar um 94 % gesteigert werden. (Eines der Unternehmen konnte ein unglaubliches Umsatzwachstum von 236 % verzeichnen!)

Doch was sind die Gründe für diesen Anstieg an Bestellungen und Umsätzen? Wir vermuten, dass in spanischsprachigen US-Familien auch die Personen entspannen können, die normalerweise kochen, wenn es zum Festessen an Thanksgiving kommt. Außerdem können Pizzabestellungen auch vor dem Hintergrund eines Besuchs zahlreicher Personen aus der Verwandtschaft eine unkomplizierte und günstige Möglichkeit sein, um die vielen hungrigen Personen zu versorgen.

Ob dieser starke Anstieg an Bestellungen bis zum Thanksgiving-Tag anhielt? Definitiv nicht, im Gegenteil: Die Umsätze durch Pizzabestellungen gingen gegenüber einem durchschnittlichen Donnerstag um enorme 63 % zurück. Dies hatte einen Rückgang der Umsätze von 67 % zur Folge. Diese Zahlen weisen darauf hin, dass am Thanksgiving-Tag gefüllter Truthahn eindeutig gegenüber Pizza mit gefüllter Kruste bevorzugt wurde.

Am nächsten Tag, Shoppingsüchtigen besser unter dem Namen Black Friday bekannt, ging nicht alles seinen gewohnten Gang. Erfahrungsgemäß sind Freitage besonders erfolgreich für Pizzaservices, da an diesem Tag viele große Pizzabestellungen eingehen. Allerdings ist dies am Tag nach dem „Truthahn-Tag“ nicht so, sodass die von uns betriebenen, lokalisierten Websites im vergangenen Jahr einen Rückgang an Bestellungen gegenüber einem durchschnittlichen Freitag von 6 % hinnehmen mussten.

Die verringerte Anzahl an Bestellungen hatte erwartungsgemäß auch einen schädlichen Einfluss auf die Umsätze. Daher generierten diese spanischsprachigen Websites gegenüber einem durchschnittlichen Freitag um 22 % geringere Umsätze. Dies liegt vor allem daran, dass am Black Friday viele Resteessen stattfinden.

Falls Sie ein US-amerikanischer Pizza-Lieferservice sind, bieten sich Ihnen rund um Thanksgiving lukrative Möglichkeiten, die spanischsprachige US-Bevölkerung anzusprechen. Durch lokalisierte Werbeaktionen und -Angebote können Kunden zu höheren Bestellungen animiert werden. Dadurch können die Verluste kompensiert werden, die Sie möglicherweise an Thanksgiving und dem Black Friday erleiden.

Falls Sie die spanischsprachige US-Bevölkerung noch nicht gezielt ansprechen, kann Ihnen MotionPoint durch für diesen aufstrebenden Markt lokalisierte Websites helfen. Darüber hinaus bietet Ihnen unser Global Growth Team Datenanalysen und lokalisierte Marketingkampagnen an, um die Kapitalrendite Ihrer Website zu optimieren.

Falls Sie Ihr Geschäft auf neue inländische und internationale Märkte ausweiten möchten, nehmen Sie zu uns Kontakt auf. Globales Wachstum ist auch rund um Thanksgiving möglich.

 

Victoria Bloyer

Global Online Strategist

Victoria Bloyer ist Global Online Strategist mit regionsspezifischen Fachkenntnissen des japanischen Markts, einem Land, in dem sie 9 Jahre lang lebte. Sie hat im Jahr 2014 ihren Master-Abschluss in Regional Sciences an der Tokushima University (Tokushima, Japan) erworben. Darüber hinaus verfügt sie über einen Bachelor-Abschluss in Asian Studies. Bevor sich Bloyer dem Global Growth Team von MotionPoint anschloss, arbeitete sie in den Bereichen Übersetzungen und Bildung. Zuletzt arbeitete sie für einen Verlag, wo sie erstmals Einblicke in das Content Marketing erhielt und sogar Co-Autorin eines Buchs war. Sie hat eine Leidenschaft dafür, die Best Practices für globale Nutzererfahrungen herauszufinden und Unternehmen dahingehend zu beraten, wie diese Tools und Techniken effektiv implementiert werden können, um bei Online-Expansionen einen optimalen Erfolg und eine maximale Kundenzufriedenheit zu erreichen.

 

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